Frank/Abicht segeln bei der WM zum Olympia-Ticket

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Die Gesamtführenden in der 49erFX-Klasse jubeln vor Aarhus über das erste Nationenticket für Tokio 2020.

Tanja Frank und Lorena Abicht bauten ihren Vorsprung bei den Weltmeisterschaften vor Aarhus am Donnerstag weiter aus und sicherten sich vorzeitig das Olympia-Nationenticket.

Das Duo vom Union Yacht Club Neusiedlersee gewann auch am zweiten Tag der Goldflotte eine Wettfahrt und hat im abschließenden Medal Race am Samstag die historische Chance die erste 49erFX-WM-Medaille für Österreich zu holen.

Thomas Zajac und Barbara Matz verteidigten im Nacra 17 ihren Quotenplatz und liegen aktuell auf Rang elf.

Bei strahlendem Sonnenschein und Südwest-Wind mit knapp zehn Knoten konnten die Wettfahrten am Donnerstag relativ pünktlich beginnen. Tanja Frank und Lorena Abicht gingen in der 49erFX-Klasse als Führende in den zweiten Tag der Goldflotte und schlossen sofort an die vorherigen Leistungen an.

Mit Rang sieben zum Auftakt baute das Duo vom Union Yacht Club Neusiedlersee den Vorsprung weiter aus und ließ – wie schon am Mittwoch – einen Wettfahrtsieg folgen. Im abschließenden Rennen der Goldflotte landeten die beiden auf dem 16. Rang und verteidigten damit die Führung im Gesamtklassement.

„Es war wieder ein solider Tag. Wir sind sehr glücklich, dass wir das Nationenticket schon vorzeitig holen konnten. Damit haben wir unser großes Ziel erreicht. Wir haben jetzt eine sehr gute Ausgangsposition für das Medal Race und wollen den Angriffen unserer Konkurrenz standhalten,“ nimmt Steuerfrau Frank eine Medaille ins Visier.

Die Gesamtersten gehen am Samstag mit elf Punkten Vorsprung auf die ersten Verfolger in das Medal Race. Nach den beiden Podestplätzen in der diesjährigen Weltcup-Saison haben Frank/Abicht nun die historische Chance, die erste 49erFX-WM-Medaille für Österreich zu holen.

„Am freien Tag gilt es den Kopf freizukriegen, wir werden vielleicht Radfahren gehen, und uns bestmöglich auf das Medal Race vorzubereiten,“ fügt Abicht hinzu.

Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer kamen an ihrem letzten WM-Tag auf den Rängen 16, 10 und 30 ins Ziel. Nach der souveränen Qualifikation für die Goldflotte landete das Duo schließlich auf Gesamtrang 24.

„In der ersten Wettfahrt waren wir sehr gut unterwegs und haben erst kurz vor dem Ziel einige Boote verloren. Im zweiten Rennen haben wir das Top-10-Ergebnis ins Ziel gebracht. Bei dieser Weltmeisterschaft hatten wir oft Leichtwind, das sind Verhältnisse, bei denen wir uns bislang immer schwerer getan haben. Jetzt sind wir auch bei diesen Bedingungen öfters vorne mitgesegelt, deshalb nehmen wir viel Positives von dieser WM mit,“ resümiert Steuerfrau Kohlendorfer.

Laura Schöfegger und Anna Boustani holten in der Silberflotte zum Abschluss noch zwei Top-10-Platzierungen und beendeten die WM auf Rang 37. „Wir haben probiert konstant zu segeln und das ist uns auch gelungen. Es war für mich persönlich eine gute Erfahrung und wir können auch als Team viel mitnehmen. Es ist gut zu sehen, dass wir zusammenstehen, auch wenn es einmal nicht nach Wunsch verläuft. Jetzt freuen wir uns schon auf ein intensives Techniktraining im Herbst,“ so Vorschoterin Boustani nach ihrer ersten WM-Teilnahme.

Zajac/Matz verteidigen Quotenplatz

Die bei Leichtwind mit der Geschwindigkeit kämpfenden Thomas Zajac und Barbara Matz starteten mit einem sechsten Platz in die Nacra 17-Goldflotte. Durch zwei 15. Plätze verlor das österreichische Duo drei Positionen in der Gesamtwertung und liegt auf Rang elf.

Dieser Platz würde aktuell für den Olympia-Quotenplatz reichen. „Wir haben gestern kleine Änderungen vorgenommen, das hat bisschen geholfen. Bei Leichtwind können wir derzeit von der Geschwindigkeit aber nicht ganz vorne mitfahren. Unser Ziel war den Tag bei diesen Bedingungen bestmöglich über die Bühne zu bringen, das haben wir im ersten Rennen auch geschafft. Danach sind uns leider taktische Fehler unterlaufen,“ analysiert Zajac.

Für die abschließenden drei Rennen der Goldflotte am Freitag wird viel Wind erwartet. „Das ist sicher besser für uns. Bei sehr viel Wind kann aber auch viel Unerwartetes passieren, es bleibt offen.“

Im 49er ging die Weltmeisterschaft für Benjamin Bildstein und David Hussl mit den Rängen 2, 18 und 14 zu Ende. Das Duo vom Yacht Club Bregenz landete schlussendlich auf Rang 33.

„Wir haben versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Wir wollten die Silberflotte nützen, um einige Dinge zu testen, die im letzten Jahr bei uns zu kurz gekommen sind. Das hat gut geklappt, jetzt gilt es dranzubleiben,“ erzählt der Vorarlberger Bildstein.

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